Wie ernährst du dich? Sobald man auf diese Frage mir „Normal“ Antwortet kann der gegenüber es kaum fassen. „Wie normal? Was ist normal? Flexitarier“ „Naja, Normal Halt“
Es ist mittlerweile eine Glaubensfrage geworden wie man sich ernährt und wenn man sich selbst nicht definiert gilt man geradezu als „Ungläubiger“
Jede Art der Ernährung muss gekennzeichnet werden und einen Namen tragen damit sich jeder damit identifizieren kann welcher Religion er angehört, denn als Veganer will man sich klar von dem Karnivoren abgrenzen, ebenso der Flexitarier obwohl er eine gemäßigter Veganer-Karnivorer ist???
Selbst die, die eine strenge Diätform einhalten sagen nicht mehr einfach, dass sie eine Diät machen, sondern Low-Slow-No Carber, High Carb No Fater, Dukans oder Paeloeaner oder was auch immer sind. Hauptsache sie grenzen sich von den Diätenden ab. Obwohl soetwas eindeutig eine radikale Diät ist.
Für einige Menschen ist dies wichtig. Ich habe mal mit einer Freundin die vor hatte Low Carb zu machen darüber unterhalten und erklärt wie unser Stoffwechsel funktioniert bezüglich Eiweiß und das gewisse Glaubenssätze der Low Carb Ernährung einfach so nicht stimmen können. Sie schaute mich mit großen Augen an und Sagte „Aber, wenn ich nicht diese Vorschriften habe weiß ich gar nicht was ich machen soll“
So wurde mir klar warum diese Ernährungsformen religiöse Züge annehmen. Sie haben klare Regeln und Vorschriften die von der Theorie her sehr einfach sind. Klare Strukturen braucht der Mensch. Doch in der Ausführung sind sie nicht leicht. Egal welche Extreme. Denn unser Körper sagt uns was wir wollen und durch diese Vorschriften, die wir uns auferlegen, steuern wir gegen die Wünsche und Bedürfnisse die uns unser Körper vorgibt. Irgendwann gewinnt der Körper gegen den Verstand und was Folgt ist der Essanfall. Da wir aber strenge Vorschriften haben, die mit dem erhobenen Zeigefinger der Gurus daherkommen, fühlen wir uns als Sünder, Versager, Schlecht und verurteilen uns dafür das wir so schwach sind. Dabei sind wir nicht schwach, nur unsere Hormone und der Drang des Körpers zu überleben war einfach stärker als der eigene Wille.
Die Gurus die ich gerade angesprochen habe haben einen Gottgleichen Status in den Augen der Gläubiger „Der hat es geschafft, das will ich auch, und nur auf dem seinen Weg werde ich es schaffen, Er hat das durchgezogen, war immer standhaft usw.“ Was totaler Quatsch ist. Ganz bestimmt ist derjenige genauso schwach geworden wie man selbst. Aber wie ein Guru einer Sekte der Erzählt das er sich regelmäßig mit Gott austauscht, und die Jünger es glauben erzählt der Ernährungsguru das er nie, Fleisch, Nudeln, Brot, Süßes, Kuchen, … usw. gegessen hat, weil er sich bei dieser Speziellen Ernährung immer zu 100% großartig gefühlt hat und das alles nicht brauchte und vor allem nie einen Essanfall hatte. Und die Anhänger glauben es. Genauso wie diese irrsinnigen, erfunden Tatsachen über unserem Körper und dessen Funktionen die einfach total unlogisch und einfach nicht wahr sind. Manchmal hat es regelrecht Esoterische Züge.
Und dazu kann man nur sagen. Befreit euch von Zwanghaften Gedanken. Ich darf nicht, ich muss, ich kann nicht. Entzieht den Gurus ihre Wirksamkeit indem Ihr sie hinterfragt. Nicht der der am lautesten schreit hat recht. Abnehmen tut man indem man darauf achtet wann habe ich Hunger, wann bin ich satt. Was will ich essen? Und das Verbinden von Gesund und wohltuenden Lebensmitteln.
Das auferlegen von Zwängen bewirkt nur Frust. Und Übergewicht ist häufig ein Syndrom von Frust und schlechten Gefühlen und aus diesem Kreislauf muss man raus und das geht nur mit Befreiung von Zwängen beim Essen und Befreien von Ängsten.
Und selbst wenn ich es schaffe mit eiserner Disziplin super dünn und sportlich zu werden, Wie glücklich bin und war ich dabei? Wie lange schaffe ich es so weiter zu machen? Mit diesen Fragen muss man ganz ehrlich zu sich sein und auch nicht über legen: „XY Hat es glücklich gemacht“ Denn darum wie glücklich andere sind geht es nicht. Es geht darum wie glücklich du bist und wie du dein Glück behalten kannst.
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https://www.zeit.de/2016/06/ernaehrung-essen-palaeo-vegan-nahrungsmittel/seite-2
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Ryan McGuire
